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Critic    

ERÖFFNUNG DER AUSSTELLUNG
VON MAURIZIO BOSCHERI UND JULIA CRISTOFOLINI
AUF SCHLOSS WELSPERG

15.07.2007

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kunst,
liebe Freunde von Maurizio Boscheri und Julia Cristofolini,
herzlich willkommen auf Schloss Welsperg.

Es ist immer aufregend, wenn die Künstler ihre Arbeiten bringen und sie in die leeren Stuben stellen.
Man spürt die Erwartung… und dann leuchten Farben und Formen und ergeben eine herrliche Verschmelzung. Nur die Kunst und die Musik können „alte“ Räume so lebendig machen.

Ich habe die Ehre, die Arbeiten von Maurizio Boscheri drei Wochen lang den Besuchern von Schloss Welsperg zu zeigen.
Maurizio Boscheri ist 1955 in Mezzolombardo (Trient) geboren. Er dreht einer “klassischen” Arbeit als Manager den Rücken und eines Tages, als er von einer seiner zahlreichen Reisen zurückkehrt, beginnt er zu malen. Dies, vor genau 10 Jahren, als Autodidakt.
Es ist verständlich, wenn er sagt: „Das Malen überwältigt mich, ich kann darin meine ganze Liebe zur Natur hineinlegen“. Und sicher, sage ich, auch die ganzen Gefühle, die ein menschliches Wesen haben kann.
Aber das Ganze hat etwas fast unwirklich- Märchenhaftes.
Sein Talent fesselt nicht nur Freunde und Bekannte im engsten Kreise, sondern auch das Interesse des großen Publikums, welches sich auf den Weltbühnen der Kunst bewegt.
Ein fast märchenhafter Werdegang und Maurizio Boscheri verliert keine Zeit: Mailand, Florenz, Venedig, Paris, Berlin, New York, Boston….

Ich sehe eine Ballung von Licht und Energie in seinen Bildern, und sobald der Blick vom Blickfang „Tier“ gelöst ist, beginnt ein Geflecht von Perlen, Taublasen und Tropfen, die auf einen fesselnden, beunruhigenden Weg ohne Ausweg führen.
Tiere im Vordergrund öffnen die Tür auf einen fantastischen Hintergrund, voll emotionaler Informationen, ein Landschaftslabyrinth zurück in den Anfängen allen Seins.

Ich habe auch das Vergnügen, Julia Cristofolini vorzustellen. Sie ist vor achtzehn Jahren im Juni in Sankt Vigil geboren. Auch hier spielt die Naturlandschaft, die Schönheit also, in welcher Julia aufgewachsen ist und noch lebt, eine entscheidende Rolle. Die Mutter fordert ihre künstlerische Anlage und die ganze Familie nimmt ihr Interesse und ihr Talent ernst. Eine schöne Kindheit.
Ihre Arbeiten sind akribisch, peinlich genau bis in das kleinste Detail. Julia nimmt sich die Zeit…auch in der Schule. Denn, leider lehrt die Schule sehr oft mit dem Lernen aufzuhören, das, was man sucht, was man sich fürs Leben vorstellt, ist auch oft in der Schule nicht zu finden. Julia zeichnet oft wenn sie sich im Klassenzimmer langweilt. Sie zeichnet für Freunde, für Bekannte, für Feste aber vor allem für sich selbst.
Den innerlichen Vulkan einer Achtzehnjährigen weiß sie in ihr Talent zu lenken, in ihre Zeichnungen, Gemälde und Kunstobjekte.
Julia hat mich bei dieser Gelegenheit, ihre erste, große Ausstellung, gebeten, ihrer Familie zu danken, die sie in ihrer Kreativität immer gefördert und unterstützt hat. Ein Dank geht auch ihrem Kunstprofessor Wolfgang Zingerle.

Und jetzt möchte ich beiden Künstlern Maurizio Boscheri und Julia Cristofolini viel Erfolg wünschen und eine weitere Zukunft voller kreativer Momente.

Danke für die Aufmerksamkeit.

 

 
 


 

 

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© Maurizio Boscheri 2006